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Armin G. Wildfeuer
Eröffnungsvortrag zur Tagung: "Denker der Freiheit und der Menschlichkeit: Karl Marx und Friedrich Engels in ihrer Zeit", Thomas-Morus-Akademie Bensberg, 1. Sept. 2018
Publication year: 2018

Der Eröffnungsvortrag zur Akademietagung “Denker der Freiheit und der Menschlichkeit: Karl Marx und Friedrich Engels in ihrer Zeit“ beleuchtet insbesondere die philosophischen Kontexte des frühen Marx (Deutscher Idealismus, G.W.F. Hegel, Links-/Junghegelianer etc., Feuerbach).

Nur wenige Namen rufen so ambivalente Erinnerun-gen, starke Emotionen oder sogar offene Empörun-gen hervor wie der 1818 und damit vor zweihundert Jahren geborene Karl Marx. Als einer der Väter des Kommunismus wird er gemeinsam mit Friedrich En-gels für geschichtliche Entwicklungen verantwortlich gemacht, die zu katastrophalen und menschenver-achtenden politischen Systemen führten; ein unbe-fangener Blick auf diese beiden ungleichen Freunde – bürgerlicher Anwaltssohn der eine, Industriellen-sohn der andere – scheint gerade deshalb heute kaum mehr möglich zu sein. Die in Krisenzeiten gestellte Frage: „Was können Marx und Engels uns heute sagen?“ verdeutlicht dagegen, dass beiden im-mer noch ein hoher Stellenwert bei der Beurteilung von Wirtschaftssystemen und ihren Auswirkungen auf den Menschen zugesprochen wird. Doch wie auch immer die Überzeitlichkeit der Werke von Marx und Engels einzuschätzen ist: Zuallererst waren beide Menschen des 19. Jahrhunderts, die ihre Ideen in längst vergangenen Zeitkontexten entwickelten, profilierten und die ersten Anfänge des politischen Kommunismus begleiteten. Erst ein Blick auf die Denkwelten ihrer Zeit lässt verstehen, was Marx und Engels von Grund auf prägte; und es lässt nachvollziehen, wieso ihre Werke auch dort Anklang fanden, wo man es nicht vermutet hätte: im Christentum oder auch in einem philosophischen Huma-nismus, die beide für den Menschen eine Perspek-tive der Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit eröffnen wollen.