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Armin G. Wildfeuer
in: T. Hoff und R. Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungswissenschaft (Reihe: Kompendien der Sozialen Arbeit, Bd. 1), 2. aktualisierte und erweiterte Auflage , Baden-Baden (Nomos) 2022, 59-74,
Publication year: 2022

Der Text beschäftigt sich mit den philosophisch-ethischen Grundlegungsfragen, die allererst ein umfängliches Verständnis jedes Beratungshandelns erlauben sowie den engen Zusammenhang von Ethik und Beratung plausibel machen. Denn Beratung lässt sich als Hilfeleistung durch Dialog auf der gemeinsamen Suche nach einer Antwort auf die Frage „Was soll ich tun?“ verstehen. Die Frage „Was soll ich tun?“ wird insbesondere in der Situation professioneller Beratung zur gemeinsam zu lösenden Frage desjenigen, der Rat sucht, und desjenigen, der den Ratsuchenden berät. Ebenso lässt sich Ethik als Disziplin der Philosophie als Typ methodisch gesicherter Beratung begreifen, insofern sie als wissenschaftlich fundierte Reflexion sittlicher Abwägungsprozesse eine generelle Antwort auf die Frage gibt: „Was soll ich tun?“ Beratung ist daher, so die Argumentation, von ihrem Kern und ihrer Bestimmung her praktisch-sittliche Konkomitanz, d. h. ein Geschehen, das die Urteils- und Entscheidungsfindung des Ratsuchenden zum Ziel hat, der hierfür den Weg des praktisch-sittlichen Diskurses mit einem anderen sittlichen Subjekt wählt, dessen Aufgabe es ist, dem Ratsuchenden bei der Abwägung der für die Vorbereitung der Entscheidung zu berücksichtigenden Aspekte behilflich zu sein, und zwar der Intention nach im Sinne eines von Vernunft und Erfahrung geleiteten Alter Ego.