Armin G. Wildfeuer (Jg. 1960) hat Philosophie, Musikwissenschaft, Christliche Gesellschaftslehre und Katholische Theologie an der Pontificia Universitá Gregoriana/Rom und der Universität Bonn studiert und ist nach seiner Zeit als Assistent an der Universität Bonn seit 1997 Professor für Philosophie an der Katholischen Hochschule NRW (zuerst in Paderborn, ab 2004 in Köln) mit den Schwerpunkten Philosophische Ethik, Philosophische Anthropologie, Sozialphilosophie und Politische Philosophie.

Lehrgebiete

  • Philosophie- und Ideengeschichte, inbes. der Neuzeit und Moderne
  • Philosophische Ethik
  • Ethik der Sozialen Arbeit
  • Philosophische Anthropologie
  • Sozialphilosophie
  • Politische Philosophie
  • Wissenschaftstheorie

Forschungsinteressen

  • Kant und die Philosophie des Deutschen Idealismus
  • Religionsphilosophie
  • Philosophie der endlichen Vernunft
  • Logik der Freiheit
  • Philosophie des Sozialstaats
  • Fragen sozialer Gerechtigkeit
  • Ethik- und Wertemanagement in Unternehmen der Gemeinwirtschaft

Publikationsverzeichnis (als PDF)

Publikationen, Vorträge, Präsentationen (inkl. Materialien)

Beruflicher Werdegang

  • -1997

    Professor der Philosophie (Schwerpunkt: Ethik, Anthropologie, Sozialphilosophie/Politische Philosophie)

    Katholische Hochschule NRW, Abt. Paderborn (ab 1997), Abt. Köln (ab 2004)

  • 19971993

    Wissenschaftlicher Assistent (bei Prof. Dr. Ludger Honnefelder)

    Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn

  • 19931989

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter (bei Prof. Dr. Hans Michael Baumgartner)

    Philosophisches Seminar A der Universität Bonn

Akademischer Werdegang

  • Dr. phil. 1994

    Doktor der Philosophie

    Universität Bonn, Philosophische Fakultät

  • Dipl. theol. 1991

    Diplom in Katholischer Theologie

    Universität Bonn, Katholisch-theologische Fakultät

  • ab 1984

    Weiterstudium mit den Fächern Philosophie, Musikwissenschaft, Katholische Theologie und Christliche Gesellschaftslehre

    Universität Bonn

  • Lic. phil. 1984

    Lizentiat in Philosophie

    Pontificia Universitá Gregoriana

  • 1982 1984

    Lizentiatsstudium der Philosophie (Spezialisation in neuzeitlicher und moderner Philosophiegeschichte)

    Pontificia Universitá Gregoriana, Facoltá die Filosofia

  • Bac. phil. 1982

    Baccalaureat in Philosophie

    Pontificia Universitá Gregoriana

  • 1982 1989

    Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk

    Bonn

  • 1981 1989

    Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

    Bonn

  • 1980 1982

    Baccalaureatsstudium der Philosophie

    Pontificia Universitá Gregoriana, Facoltá die Filosofia

  • Abitur 1980

    Allgemeine Hochschulreife

    Gymnasium Leopoldinum Passau/Niederbayern

Profil-Interview

aus: Armin G. Wildfeuer, in: Lukas Trabert (Hg.): Philosophischer Wegweiser, Freiburg/München (Verlag Karl Alber) 2011, 212f.

Philosophie ist heute unverzichtbar, weil ...

ansonsten der kritisch-orientierende Blick auf den Zusammenhang und die gemeinsamen „Hinterwelten“ der sich zunehmend ausdifferenzierenden Sach-, Lebens- und Wissensbereiche verlorengeht.

Welches ist für Sie die wichtigste philosophische Frage für das 21. Jahrhundert?

Welche denkerischen Gemeinsamkeiten brauchen wir, um ein friedfertige Koexistenz der Kulturen in einer globalisierten Welt garantieren zu können.

Welches Buch halten Sie für besonders geeignet, um in die Welt der Philosophie einzuführen?

Wilhelm Weischedel: Die Philosophische Hintertreppe. 34 große Philosophen in Denken und Alltag (1. Aufl.  1966).

 

Welcher weniger bekannte philosophische "Schatz" verdient es, geborgen zu werden?

Die arabisch-islamische Philosophie des Mittelalters als dem „verdrängten dritten Erbe“ der Europäer (neben dem griechisch-antiken und dem jüdisch-christlichen).

Welches ist ihr philosophisches Lieblingsbuch?

Immanuel Kant: Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

Haben Sie ein philosophisches Lieblingszitat?

„Freiheit ist unser und der Gottheit Höchstes.“ (F. W. J. Schelling)

Mit welchen Adjektiven würden Sie charakterisieren, was (gute) Philosophie auszeichnet?

Sie muss (selbst-)kritisch, undogmatisch, unabgeschlossen, analytisch wie synthetisch, mit Blick auf Welt und Selbst orientierend, philosophiegeschichtlich informiert und vom Anspruch her uneitel sein.

Gibt es ein historisches oder biographisches Ereignis, das für Ihre Auffassung von Philosophie / Ihren Denkweg besonders prägend gewesen ist?

Nicht ein einzelnes Ereignis war ausschlaggebend, sondern ein denkerischer Entwicklungszusammenhang, der mehrere Wegmarken kennt und immer etwas mit dem Einfluss und dem Vorbild bestimmter akademischer Lehrer zu tun hat. Das philosophische Feuer in mir geweckt hat erstmals die intensive Beschäftigung mit der Philosophie der Vorsokratiker und dann Platons anhand von griechischen Originaltexten im Rahmen eines hervorragenden Leistungskurses Griechisch am Humanistischen Gymnasium Leopoldinum in Passau. Das Studium der Philosophie an der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Universität Gregoriana führte mich über akademische Lehrer wie Gustav A. WetterCarlo Huber, Peter Henrici und Xavier Tiliette, deren kritische Denkangebote auch in Auseinandersetzung mit theologischen Grundfragen und Positionen der scholastischen Philosophie mich begeistert haben, zur Beschäftigung mit der Philosophie Kants und des Deutschen Idealismus. Zur „quaestio vexata“ meines Interesses an der Philosophiegeschichte wurde dabei die Frage nach der Leistungsfähigkeit und den Grenzen der (endlichen) Vernunft. Später dann an der Universtität Bonn waren für mich Hans Michael Baumgartners lebendiges Philosophieren kantischen Typs (und seine Freundschaft) wie auch die vertiefende Auseinandersetzung mit der Freiheitsphilosophie Hermann Krings prägend. Die erdende Beschäftigung mit Fragen der Angewandten Ethik im Rahmen meiner Tätigkeit an dem von Ludger Honnefelder und Carl Friedrich Gethmann initiierten Institut für Wissenschaft und Ethik hat mich in der Einsicht bestärkt, dass Philosophie kein Selbstzweck sein darf, sondern für die Lösung von Problemen, die sich aus der Erweiterung unserer heutigen Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten ergeben, einen unverzichtbaren Beitrag leisten kann.

Möchten Sie an dieser Stelle eine kontroverse/provokative These äußern, über die Sie gerne mit anderen diskutieren möchten?

Unter unseren normativen Ideen besteht ein Vorrang des Guten vor dem Gerechten. Sollen Gerechtigkeitsdiskurse zu einem Abschluss kommen können, so erfordert dies den Bezug auf eine gemeinsam geteilte starke Idee des Guten!

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Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

  • Görresgesellschaft zur Pflege der Wissenschaften (seit 1986, seit 1997 Mitglied des Beirats)
  • Allgemeine Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (seit 1988)
  • Internationale J.G. Fichte-Gesellschaft (seit 1990)
  • Internationale Schelling-Gesellschaft (seit 1992)
  • Kant-Gesellschaft (seit 1993)
  • Max-Scheler-Gesellschaft (seit 1995)
  • Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte (seit 2011)